Die anhaltende Wirtschaftskrise in Europa sorgt für Inflationsängste bei den Bundesbürgern – und für einen Boom auf dem Immobilienmarkt. Schließlich steht das eigene Heim für Sicherheit, Beständigkeit und einen sorglosen Ruhestand. Die Investition in die eigenen vier Wände fällt auch deshalb so leicht, weil immer neue Kriege und Krisenherde die Ängste der Deutschen vor dem Verlust ihres Geldes in anderen Kapitalanlagen schüren, also wird es lieber in Haus und Heim als sicherer Hafen gesteckt.
Doch gerade für Besitzer oder Käufer älterer Immobilien stellt sich die Frage, ob die alte Bausubstanz erhalten und saniert werden soll oder man doch besser neu baut. Ein paar Denkansätze zu diesem Thema haben wir hier zusammengestellt.
Alt- oder Neubau?
Verführerisch sind oft die niedrigeren Anschaffungskosten eines alten Hauses. Das Erwachen kommt jedoch häufig erst dann, wenn der frischgebackene Hauseigentümer die notwendige Sanierung im vollen Umfang überschauen kann.
Das bisschen Sanierung mache ich locker am Wochenende in Eigenarbeit, denkt sich dann so mancher Hauskäufer nach der ersten Einschätzung. In welche Risiken er sich dabei stürzt, zeigt sich nach Sanierungsbeginn. Dass beispielsweise Grundriss, Bodenbeläge oder Bäder bei älteren Wohnhäusern häufig wenig zeitgemäß sind, erkennt man meist noch auf den ersten Blick. Aber erst im Nachhinein zeigt sich oftmals, dass auch Elektro-, Sanitär- und Heizungsleitungen marode und somit erneuerungsbedürftig sind. Zudem sind diverse Maßnahmen zur Energieeinsparung heute verpflichtend. Alles Dinge, die den durchschnittlichen Hobbyheimwerker restlos überfordern. Viele Erwerber alter Häuser müssen daher schmerzvoll erkennen, dass ein Abriss mit anschließendem Neubau letztendlich wirtschaftlicher ist.
Wichtig: Umfang der Sanierung rechtzeitig prüfen
Jeder Hausbesitzer sollte aus den genannten Gründen vor einer Sanierung und jeder Immobilienkäufer vor Vertragsabschluss prüfen, wie umfangreich die erforderliche Sanierung sein wird und welche Kosten ungefähr auf ihn zukommen. Um einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten, gibt es dazu Checklisten im Internet, die zwar die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen, aber helfen, den Sanierungsumfang grob festzustellen und erste Angebote von Handwerkern einholen zu können. Anschließend kann der Hausbesitzer in spe immer noch entscheiden, ob er sich für eine Sanierung, einen Abriss der Bestandsimmobilie mit Neubau entscheidet oder lieber gleich ein neues Haus erwirbt.
Massivhaus aus Mauerwerk: Exzellenter Energiestandard und Langlebigkeit
Fossile Energie wird immer teurer, ihre Lieferung mit der politischen Abhängigkeit von Förderländern immer unsicherer. Für Bauherren gilt es deshalb, wichtige Entscheidungen zu treffen: Welche Heizkosten kann und will ich mir in Zukunft leisten? Wie wichtig ist mir die Unabhängigkeit von Störfällen und von Lieferengpässen? Wie kann ich meine Heizkosten auf ein bezahlbares Maß heruntersetzen?
Wer heute etwa ein Massivhaus aus Mauerwerk baut, entscheidet sich für einen exzellenten Energiesparstandard, kombiniert mit der Langlebigkeit einer robusten Konstruktion und einem behaglichen, gesunden Wohnklima. Und Mauerwerk nutzt durch seine Wärmespeicherfähigkeit die Sonnenenergie besonders gut aus. Einsparungen von zehn Prozent und mehr sind bei einem Massivhaus ohne Weiteres möglich. Auch deshalb ist ein Massivhaus eine langfristig gute Kapitalanlage und eine sichere Basis für die Altersvorsorge.
Oder doch lieber die alte Substanz erhalten?
Auch alte Häuser bestehen in der Regel aus massivem Mauerwerk. Ist der Sanierungsaufwand überschaubar, spricht vieles dafür, diese Substanz zu erhalten – auch ganz rationale Gründe. Durch Lagerware wie sofort verfügbare Trapezbleche etc. in Verbindung mit zuverlässigen, versierten Handwerkern geht eine Sanierung der vorhandenen Bausubstanz oft schneller als ein kompletter Neubau.
Apropos „schneller“: Was viele nicht bedenken, ist, dass man mit einer Sanierung auch den nervenaufreibenden Kampf um knappe Baugrundstücke und langwierige Erschließungsverfahren umgeht. Zudem sorgen attraktive staatliche Förderungen und die Möglichkeit, Modernisierungen schrittweise nach dem eigenen Budget umzusetzen, für eine hohe finanzielle Flexibilität.
Und schließlich: Eine Sanierung ist oft weit mehr als eine bloße Notlösung, sie ist ein klares Statement für die Nachhaltigkeit, da der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz die sogenannte „graue Energie“ bewahrt und den ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu einem Neubau deutlich reduziert.
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