Wertsteigerung vor dem Immobilienverkauf: Wertsteigernde Maßnahmen für die Hausfassade

Fassaden sind verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt. So kann es im Laufe der Jahre zu Schäden im Mauerwerk kommen, zum Beispiel durch Risse in der Außenwand, bröckelnden Putz oder durch Algen- und Moosbefall. Da beim Hausverkauf der erste Eindruck und damit die Optik einer Immobilie über den Verkaufserfolg entscheiden, sollte die Fassade intakt sein.

Von der Fassadenrenovierung bis zur Dämmung


Oftmals reicht eine einfache Fassadenrenovierung aus, damit Ihr Haus in neuem Glanz erstrahlt. Das funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass die Hausfassade weitgehend intakt ist. Bei schwerwiegenderen Mängeln ist eine aufwändigere Sanierung sinnvoll.

Sofern mehr als zehn Prozent der Fassade erneuert werden, müssen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) eingehalten werden. Das bedeutet oftmals, dass die Fassade nicht nur renoviert oder saniert, sondern auch gedämmt werden muss. Ausgenommen von dieser Regelung sind Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Eigentümer seit 2002 oder bereits länger in der Immobilie wohnen.

Unser Hinweis

Die Art und der Umfang der Instandsetzung einer Hausfassade ist abhängig davon, ob sie nur an einigen Stellen ausgebessert, gegebenenfalls grundiert und gestrichen werden muss, oder ob eine umfassende Sanierung der Fassade notwendig ist. Es geht also zunächst um werterhaltende Maßnahmen, die Sie sorgfältig prüfen sollten, und nicht um wertsteigernde Maßnahmen.

  • Die Fassadenrenovierung

    Die Fassadenrenovierung konzentriert sich im Wesentlichen auf die Optik der Immobilie und setzt voraus, dass die Hausfassade technisch noch intakt ist. Mit einem Klebeband können Sie die Qualität des vorhandenen Anstrichs prüfen. Bleiben Farbreste hängen, ist eine Grundierung mit einem anschließenden Farbanstrich sinnvoll.

  • Die Fassadensanierung

    Mögliche Schäden wie Risse, abgebröckelter Putz oder Algen- und Moosbewuchs machen eine Fassadensanierung notwendig. Mit einem Klebeband können Sie testen, ob der Putz Ihres Hauses noch tragfähig ist. Bleiben größere Stücke am schnell abgezogenen Klebeband hängen, könnte das ein Indiz für eine komplette Fassadensanierung sein. Dann müssen lockere Teile abgeschlagen werden, die Stellen sorgfältig gereinigt und anschließend verputzt, grundiert und gestrichen werden.

Die Kosten für die Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen


Die Kosten für die Renovierungsarbeiten an einer Fassade setzen sich zusammen aus den Materialien und den Arbeitsstunden für die Ausbesserungsarbeiten, die Grundierung der Fassade sowie dem Neuanstrich. Regelmäßig kommen Gerüstkosten hinzu. Bei einer Komplettsanierung sind die Kosten deutlich höher, auch in Anbetracht einer möglicherweise erforderlichen Dämmung.

Bei einer Fassadenfläche von 100 Quadratmetern belaufen sich die Renovierungskosten bei Ausbesserungsarbeiten am Putz und einem Neuanstrich auf rund 2.500 bis 4.000 Euro. In den Kosten enthalten sind das Ausbessern und die Grundierung der Fassade einschließlich der Materialkosten, sowie der Neuanstrich, der bei rund 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter liegt. Hinzu kommen die Gerüstkosten die sich aus Quadratmeterkosten, die sich zwischen 4 und 10 Euro bewegen, für den Auf- und Abbau sowie aus der Miete für die Standzeit des Gerüsts zusammensetzen.

Bei einer Komplettsanierung einer Fassadenfläche von 100 Quadratmetern müssen Sie, abhängig von der Art der Hausfassade und einer möglichen Dämmung, mit Kosten rechnen, die zwischen 8.000 und 40.000 Euro schwanken. Darin enthalten sind das Abschlagen des alten Putzes, die Erneuerung der Fassade und das Aufmontieren von Dämmstoffen. Ebenfalls in der Berechnung berücksichtigt sind das Grundieren der Fassade sowie der Anstrich einschließlich der Materialkosten. Zu den genannten Kosten kommen die bereits erwähnten Gerüstkosten hinzu.

Die Dämmung der Hausfassade als wertsteigernde Maßnahme

Die Kosten für das Anbringen der Dämmstoffe schlagen mit 30 und 100 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Wie intakt die Fassade Ihrer Immobilie ist, lässt sich durch die sogenannte Thermografie feststellen, die auch im Zusammenhang mit der Ermittlung des Vergleichswertes durchgeführt werden kann. Die mit einer Wärmebildkamera von den Außenwänden angefertigten Wärmebilder geben Auskunft über die Dämmung der fotografierten Bauteile.

Bei blau oder grün gefärbten Fassadenbauteilen ist die Dämmung in Ordnung, während bei orangenen oder roten Verfärbungen Handlungsbedarf besteht. Es macht Sinn, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen der Fassade mit einer energetischen Modernisierung, nämlich mit Dämmungsmaßnahmen, zu verbinden.

Fazit

Bei der Fassadenrenovierung wird lediglich der Zerfall Ihrer Immobilie aufgehalten. Der Wert wird jedoch nicht gesteigert. Die Fassadensanierung einschließlich der Dämmung ist eine energieeffiziente Sanierung. Und der ausgeführte Wärmeschutz zahlt sich beim Verkauf der Immobilie dreifach aus, mit niedrigeren Heizkosten für den Käufer, einer verbesserten Einstufung des Hauses im Energieausweis und mit einem höheren Immobilienwert.

Wärmedämmende Maßnahmen an der Hausfassade können eine Wertsteigerung von bis zu 10 Prozent bedingen. Ob es sich lohnt, ist letztendlich abhängig von dem zur Verfügung stehenden Budget und davon, ob Sie die Fassade Ihrer Immobilie dämmen müssen oder nicht.

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